Neuauflage des Boulderführers “Allgäu-Block”
April 23, 2009
Mit der Vielfältigkeit der Gesteinsarten sammelt das Allgäu immer wieder Punkte und schafft sich so in Sportkletterer-Kreisen einen guten Namen. Kalk in unterschiedlicher Festigkeit und im Zusammenspiel mit anderen Gesteinsarten - hier ist die Abwechslung schon Standard. Aber die Kletterer können sich auch über immer mehr Gebiete freuen, in dene sie ihre Fitness mit Sandstein messen können.
Zu finden sind diese Geheimtipps in der neuen Auflage des Boulderführers «Allgäu-Block», der im Immenstädter Gebro-Verlag erschienen ist. Auf 128 Seiten werden insgesamt 23 Gebiete vorgestellt, neun davon tauchen zum ersten Mal in einem Führer auf. In dem Buch ist für jeden was dabei. Vom idyllischen Block am Illerufer bis zum hochalpinen Kletter-Gebiet auf 2000 Metern Höhe in den Lechtaler Alpen. Insgesamt 700 Boulderprobleme der beschriebenen Regionen sind in dem Buch zusammengefasst.
Zugegeben: Das Allgäu wird nie mit den ganz großen unter den Bouldergebieten mithalten können. Dazu sind die Gebiete zu weit verstreut, ein wenig zu klein und nicht alle Griffe sind hundertprozentig fest.
Aber die Auswahl reicht vom leichten Anfängerblock bis zum Hammerproblem im Schwierigkeitsgrad 8b+. Viele der Probleme haben die beiden Autoren Harald und Ulrich Röker selbst erschlossen.
Lobenswert: Bei der übersichtlichen und mit Fotos angereicherten Beschreibung der Gebiete haben sie darauf geachtet, möglichst umweltschonend vorzugehen. So gäbe es bei einigen Gebieten durchaus Parkplätze, die den Kletterern einige Meter zu den Blöcken und Wänden ersparen würden. Allerdings hätten dadurch Anwohner gestört werden können. Und das muss ja nicht sein.
Allgäu-Block, Gebro-Verlag, ISBN: 978-3-938680-12-4, 20 Euro



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